Baueinsatz

Das deutsche Bauteam, das schon etliche Baueinsätze vor Ort geleistet hat! - Vielen Dank dafür! Daniel Kuzcera, Heidi Jirsak, Nick Huismann, Alexander Lehmann, Kim-Lukas Schäfer, Alexander Jirsak und Andreas Volk

 

Reisebericht „Äthiopien – Schule des Lichts!“  Baueinsatz Herbst 2014

Mit der Deutschen Bahn starteten wir am 13.09.2014 Richtung Frankfurt Flughafen. Dort trafen wir uns alle - Andreas Volk, Alexander Lehmann, Kim-Lukas Schäfer, Daniel Kuzcera, Alexander und Heidi Jirsak. Gemeinsam gespannt darauf, was uns erwarten würde und voller Vorfreude darauf, das unser großer Herr es so geführt hat und einen Neubeginn für die 1€ Schule geschenkt hat.

In Addis gelandet wir problemlos und auf ging es zum Zoll.
Dank einer Gruppe Chinesen vor uns, mit denen die Zöllner alle Hände voll zu tun hatten, wurden wir dann einfach durch gewunken. Wahnsinn - haben wir so noch nicht erlebt!!!
Vor dem Flughafen warteten schon Silas und Zacharias Erdolo mit seinem kleinen Sohn und es gab eine herzliche Begrüßung.
Wir trauten unseren Augen kaum, als Zacharias nach einer kurzen Fahrt mit dem Auto auf den Highway fuhren, der erst am Vortag eröffnet worden war. Es ist einfach schön anzusehen, was in dem Land Äthiopien sich von Jahr zu Jahr alles so positiv verändert.

Eine Nacht verbrachten wir in Nazreth bei Silas und Friye. Wir besuchten das Waisenhaus von Noble Action, in dem auch das Patenkind von Daniel und seiner Frau Michaela lebt. Wunderbar, wenn man sich so besuchen und sehen kann und sicher nicht nur für die Paten ein großes Ereignis.
Wir lernten den neuen Volunteer Nick kennen, mit dem wir dann eine super Zeit in Monopol verbringen durften.
Zum Abendessen genossen wir die tolle Gastfreundschaft von Zacharias und Aiden in ihrem Haus und dabei wurde besprochen, was so in der Schule erledigt werden müsste.
Mit dem Aufbruch nach Monopol am nächsten Morgen, wuchs unsere Anspannung und die Vorfreude, alle Kids bald wieder zu sehen!!! Die Fahrt dorthin ist immer für Auto und Insassen eine sehr!!! starke Belastung und mit der Hilfe und dem Beistand unseres HERRN haben wir es gut überstanden.

Ankunft in Monopol
Schon weit vor dem Dorf hörten wir die Kinder rufen, als sie uns im Auto erkannten.
In Monopol folgte uns sofort eine Gruppe Kinder bis zur Schule und es gab ein herzliches Wiedersehen mit den Wächtern Ababu und Abara, die sehr positiv motiviert waren.
Wir ließen uns häuslich nieder und inspizierten den Container, zu dem wir ja im vergangenen Jahr keinen Zutritt hatten. Wir freuten uns sehr, als wir sahen, das alle unsere persönlichen Sachen, Werkzeuge etc. noch da waren.
Danach mussten wir natürlich sofort raus und "unsere" Kids begrüßen. Mann, war das ein Wiedersehen!!!

Am Montag ging es dann an die Arbeit. Alexander L. und Andreas haben Instandsetzungsarbeiten vorgenommen, Alexander J. und Kim-Lukas legten einen Zaun um den Kindergartenbereich an, um diesen vom Schulhof zutrennen.
Daniel und Nick fingen an, die Büros und Klassenräume zu streichen.
Eine kleine Bühne wurde gebaut, der alte, völlig defekte Spielplatz abgebaut, neue Schilder gemalt und die Zimmer damit gekennzeichnet, das Schulgelände von unnötigen Müll befreit.

In diesem Land ist das Beschaffen der Arbeitsmaterialien immer eine große Herausforderung. Einige Pinsel und andere kleine Materialien haben wir schon in Nazreth besorgen können. In Bole mussten wir dann noch Farbe, Eisenstangen, Stricke, Zement, Trinkwasser und vieles mehr kaufen.
Und eine Gruppe weißer Menschen in Bole sorgt immer wieder für Aufsehen.
An jedem Laden, an dem wir anhalten, um zu fragen, ob es denn hier das gibt bzw. wir das suchen, bildet sich eine große Traube Menschen. Und dann noch die ca. 30 Kinder, welche uns teilweise schon von Monopol begleitet haben!
Alle möchten ja gerne sehen, was die Weißen so kaufen.

Eines Tage, bereits früh morgens, erlebten wir, wie sich Kinder mit ihren Eltern vor dem Tor der Schule einfanden, da an diesem Tag die Verteilung der Schulhefte, Bleistifte, Kugelschreiber und Radiergummis statt finden soll.
Es hat unser Herz erquickt, als wir die Mühen sahen, die die Eltern auf sich nehmen, um sich so zeitig wie möglich, mit ihren Kindern – alle gekleidet mit den besten Sachen - auf den Weg machten, um sie zur Schule zu bringen. Die Freude der Kids darüber, dass sie nun wieder in eine Schule gehen dürfen und lernen können, beeindruckt uns jedes mal aufs Neue!

Am Montag 22.09.2014 war es dann soweit: der erste Schultag der "Berhan School" - Schule des Lichts.
Die Klassen wurden eingeteilt, es gab eine große Ansprache und dann gingen die Schüler mit ihren Lehrern in ihre Klassenräume.
In einigen Klassenräumen fehlten noch Schulbänke, aber kein Problem - da quetscht man sich zu viert auf eine vorhandene Bank oder setzt sich auf den Boden.
Im Laufe der Woche kamen dann noch die fehlenden Bänke - natürlich mit der Pferdekutsche.

Deutlich konnten wir einen Unterschied zwischen dem gehaltenen Unterricht im vergangenen Jahr und diesem Jahr feststellen und waren sehr erfreut.
Ein paar Mal nutzen wir die Gelegenheit, um mit einigen Kindern eine Cola zu trinken oder etwas zu essen. Wir genossen die Gastfreundschaft von einigen Familien in Monopol - welche uns sehr beschämt, wenn man sieht, wie die Menschen dort in der engen kleinen Hütte zu fünft leben; man auf einem Tuch sitzt, das auf dem fest getretenen Dreckfußboden liegt und das dann in der Nacht 3 Personen als Bett dient. Und wenn man dann im Gegenzug die Freundlichkeit und Fröhlichkeit der Menschen spürt, fragt man sich - über was meckern wir hier eigentlich im reichen Deutschland???

Die Zeit ging viel zu schnell um und als es heiß: Abschied nehmen, gab es viele Tränen.
Wir freuen uns, das unser Herr uns die Kraft und die Möglichkeit geschenkt hat, diese Arbeiten durchzuführen. Es gibt aber noch genügend Arbeit und so freuen wir uns schon auf die nächste Reise in dieses wunderbare Land.

Heidi Jirsak

Unsere Unterstützer

Spendenkonto

Volksbank Trier | 1 Euro International e.V. | IBAN: DE38 5856 0103 0004 0802 98 |  BIC: GENODED1TVB