Erika Moog - Ein Reisebericht

Anspiel

Was für eine erlebnisreiche Zeit...!

Anfang März 2016 durfte ich als Teil eines Besuchteams, das für 2 Wochen nach Äthiopien fliegen. Mein Name ist Erika Moog, 46 Jahre, 5 Kinder, Kinderkrankenschwester/Hausfrau aus dem Saarland! Damit ging für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung! :)

Im Gepäck: ein vielseitiges Programm:
Patenkindbesuch, Kinderprogramm in der Gemeinde Bole sowie im Kinderheim in Nazreth,
Besuch der "Schule des Lichts", Krankenhausbesuch, Straßenkindereinsatz, Gottesdienstbesuch und Zeit mit Kindern aus dem Armenviertel, Aufstellung von Wasserfilteranlagen, Versorgung mit Kinderkleidern und Spielsachen...

Dankbar schaue ich auf eine gesegnete und beschenkte Zeit zurück! Mit Gottes Hilfe durfte ich ein wenig durch diesen Einsatz weitergeben, aber so viel mehr habe ich bekommen!

Viel Schönes, Herzliches, Berührendes und Erfreuliches habe ich dort gesehen und erfahren! Ein Highlight war das Wiedersehen mit meinem Sohn Jannik, der dort seit einem halben Jahr als Volunteer tätig ist.
Mit meiner Tochter, die ebenfalls zum Team gehörte, konnte ich nach 6 Jahren Patenschaft unser Patenkind Elias in die Arme nehmen und Zeit mit ihm und seiner Familie verbringen.
Ich durfte viele Kinderhände halten und in viele strahlende Kinderaugen schauen,
konnte sehen wie Kinder bei unserem Kinderprogramm voll Begeisterung dabei waren.
Habe erlebt, wie wir Menschen durch den Wasserfilter "Paul" glücklich machen konnten und
haben konkrete Gebetserhörung erlebten z.B. ein geklautes Handy wurde wiedergefunden.
Wir haben Schutz und Bewahrung erlebt und atemberaubende Natur gesehen...

Aber auch viel Leidvolles, Schmutziges, Schlimmes und Schreckliches habe ich gesehen.
Besonders betroffen gemacht haben mich die Straßenkinder. Sie erzählten uns an einem Abend, nach Schnüffelkleber stinkend, ihre erschütternden Geschichten, wie sie zum Leben auf die Straße kamen.
Auch die Kinder im Kinderheim, denen ich so sehr eine liebevolle Familie wünsche, berührten mein Herz.
Der Besuches im Staatlichen Krankenhauses, bei dem wir Seifen, Zahnbürsten und Zahnpasten, Waschpulver und Vaseline verteilten, ließ in mir die Frage aufkommen, wie kranke Menschen in so einem erbärmlichen Zustand gesund werden können?!
Oder Kinder, die traurig vor der Türe der Schule standen, da sie nicht zur Schule gehen konnten. Frauen, die tagtäglich unheimlich schwere Lasten trugen...
Es gäbe auch hier noch einiges aufzuzählen... aber ich möchte bei diesem Schweren nicht stehen bleiben!

Ein Bibelvers, den ich in diesen Tagen gelesen habe, ließ mich über diese erlebten Situationen ruhig werden:

"SEINE Augen schauen auf alle Meschenkinder herab, KEINER entgeht seinem Blick." (Ps 11,7)

Du siehst diese Menschen, besonders die schutzlosen Kinder, du hast sie nicht vergessen!
Und ich werde sie auch nicht vergessen!
DANKE GOTT!!

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